Gedenken am Grab von Heinrich Zille mit Walter Plathe

Ehrung zum Todestag des „Pinsel-Heinrich“ Zille
Der Urenkel Zilles, Walter Plathe und Vertreter des Zillemuseums treffen sich zum Gedenken am Grab auf dem Südwestkirchhof

Für die meisten Menschen ist sein Name untrennbar mit der Spreemetropole verbunden, Kurt Tucholsky nannte ihn „Berlins Besten“. Dabei war Heinrich Zille gar kein gebürtiger Berliner, sondern Sachse.

Populär wurde Zille, von den Berlinern liebevoll Pinsel-Heinrich genannt, durch seine sozialkritischen Zeichnungen des Berliner Milljöh. Die protzige Darstellung des Kaiserreichs oder der Goldenen 1920er Jahre interessierten den Künstler nicht. Vielmehr gab er die Schattenseiten der Stadt mit ihren Hinterhöfen im Wedding und ihrem Kiezleben im Ostteil der Stadt witzig und naturgetreu wieder.

Als er 1929 stirbt, geben ihm Tausende Berliner auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf das letzte Geleit zu seiner Grabstätte, wo er neben seiner Frau Hulda beerdigt wird. Das Porträtrelief, das den Künstler im Profil zeigt, schuf der befreundete Bildhauer August Kraus.

Heute ist der große Milljöh-Maler noch immer präsent in Berlin, durch das Museum im Nikolaiviertel und die Zille-Kneipen. Im Rahmen des Zille Jahres machen sich anlässlich seines 89. Todestages die Zille Darsteller Walter Plathe und Albrecht Hoffmann sowie der Urenkel Preetz-Zille auf den Weg Zum Südwestkirchhof nach Stahnsdorf. Am Donnerstag, den 9. August um 11 Uhr wird neben der Totenehrung auch deutlich gemacht, dass Zilles Themen von Armut und Kriminalität parallelen zur Gegengenwart der sozialen Verhältnisse der Stadt Berlin zeigen.

Treffpunkt: 11 Uhr am Haupteingang des Südwestkirchhof, Bahnhofstrasse 2, 14532 Stahnsdorf

Infos: 0179-3793503

Ort: Haupteingang Südwestkirchhof Stahnsdorf

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